Tagebuch Palfau 2005: Von 11. bis 15. August
29.07.2005
Überprüfung der Einbauten und der Plattform durch Helmut, Margit und Wolfgang
Tag 1
Donnerstag: Anreise des Projekt-Teams und Transport des
Einbaumaterials zur Höhle.
Flaschen
und diverses Kleinmaterial wird für den Transport nach oben gesammelt und
verpackt. Der Kran für den Lastentransport wird wieder aufgebaut und seine Funktion
überprüft.
Tag 2
Freitag: Anreise der übrigen Helfer und Teilnehmer. Materialtransport im
vollem Gange.
Für einige unserer Freunde ist die Strecke zu kurz, daher "laufen"
sie 2-3 Mal bepackt
mit
Flaschen den Berg hinauf. Das bringt uns natürlich in unserem Zeitplan einiges
an
Vorsprung. Seil- und Rettungsstrecke werden fertig eingebaut. Der Materialtransport
hinunter
zur Höhle nimmt seinen Lauf. Hier zeigt sich wieder einmal, dass der Kran mit
seiner
Mannschaft harmoniert.
Tag 3
Samstag: Jürgen und Wolfgang bereiten die Stageflaschen
mit den diversen Atemgasen vor
und positionieren diese beim folgenden Tauchgang. Martin und Robert bauen ihre Geräte für
den folgenden Tag zusammen. Viele Helfer und der gut organisierten Materialtransport ermöglichen
uns bereits ein frühes, angenehmes Bad in der Salza.
Tag 4
Sonntag: Nach ausgiebiger Nachtruhe und einem kräftigen Frühstück machen
wir uns auf den
Weg
um heute der Höhle sein Geheimnis zu entlocken. Jeder kennt seine Aufgabe, die
ihm am
Vortag zugeteilt wurde. Auch unser Notarzt Franz lässt es sich nicht nehmen und
ist wieder vor Ort.
Die
Sicherungstaucher (Jürgen, Robert, Wolfgang) bereiten sich auf den
bevorstehenden Tauchgang
vor.
Wolfgang Suchy schraubt inzwischen seine
Unterwasserfilmausrüstung zusammen. Martin ist
hoch
konzentriert, checkt zum wiederholten Male seine gesamte Ausrüstung und taucht
danach ab.
Spannung
liegt in der Luft. Nach relativ kurzer Zeit (40 Minuten) jedoch bemerkt
Wolfgang bereits
Luftblasen
die eine, zu dieser Zeit unerwartete, Rückkehr von Martin ankündigen. Was ist
da los?
Sofort
macht sich Jürgen auf den Weg nach unten um nach dem Rechten zu sehen. Martin
signalisiert
"alles OK", verlangt nach einer großen Schreibtafel und notiert die Tauchgangsdaten. Jürgen kehrt an
die Oberfläche zurück, um das Team zu informieren.
Die im Vorjahr verlegte Führungsleine war gerissen. Fast auf der Maximaltiefe des Tauchgangs (-68m),
bei Sichtweiten von knapp 1m mußte Martin die Leinenenden wieder verbinden. Jedoch kostete dies
wertvolle Zeit und Atemgasvorrat. Er führte den Tauchgang wie geplant weiter, aber bereits nach wenigen
Metern auf dieser Tiefe war sein Gasvorrat soweit verbraucht, dass er umkehren musste. Während er die
nächste halbe Stunde noch bei der Deko verbringt, versucht Wolfgang einige Unterwasser-Fotos zu
schießen, bei den vorhin erwähnten Sichtweiten ein ziemlich sinnloses Unterfangen. Nach dem Auftauchen
muss Martin aus Sicherheitgründen noch einige Zeit auf der Plattform verbringen, welche er sich durch ein Nickerchen verkürzt. Der Rest der Mannschaft beginnt mit dem aufkurbeln des Materials. Patricia kann mit
ihrem Charme
wieder viele Touristen begeistern uns einiges an Gerödel
ins Tal zu tragen. Wolkenbruchartiger
Regen
verwandelt seriöse Forscher relativ rasch in gebadete Mäuse.
Tag 5
Montag: Der Tag des Materialabtransports. Aufstieg, Abstieg, Aufstieg,
Abstieg,... schuften ohne Ende.
Nicht ganz - bereits gegen 15 Uhr konnten wir ""Baustelle
sauber"" verkünden. Alle sind geschafft und
treten
den langen Heimweg an. Glücklich, dass es außer Günthers Schuhe keine
Verletzten gab, aber
die
gerissene Leine nagt..................