Online-Tagebuch
Palfau 2004: Von 12. bis 24. August
Tag 1 - 3
Tag 5
Tag 6
Tag 7
Tag 8
Tag 9
Tag 10
Tag 11
Tag 12
Tag 1 - 3
Donnerstag: Aufbau des Krans und Bau der Entladeplattform für Helikopter-
Lastentransport. Sicherung des Weges im Projektbereich am Berg.
Tauchflaschen gefüllt und überprüft.
Freitag: Einbau der Materialwinde und der Abseilstrecke. Verlegung eines
Rasenteppichs auf der Tauchplattform, Temperatur- und Strömungsmessgerät
im Höhleneingangsbereich eingebaut. Tauchausrüstung transportfertig
verpackt.
Samstag: Hubschrauber-Lastentransport des gesamten Tauchequipments (ca.
1.500 kg), Sicherheitsnetz im Höhleneingangsbereich fixiert. Kleinere
Adaptierungen am Kranausleger und an der Seilstrecke.
Tag 4
Sonntag: Regenbedingt verspäteter Aufstieg des Teams, Abseilen von ca. 600
kg Tauchequipment zur Höhle, Einbau der Rettungsstrecke.
Erster Tauchgang: Martin und Wolfgang verlegen eine Leine an der Nordseite
bis 40 m Tiefe und entdecken währenddessen einen Seitengang auf ca. 28 m.
Im Auftauchen versuchen sie noch in den bereits 2003 entdeckten "Fingerling"
einzudringen, um den Verlauf zu erkunden. Das Vorhaben muß abgebrochen
werden, weil sich die Standardausrüstung als zu sperrig erweist.
Hubschrauber steht für Kamerateam und diverse Rundflüge zur Verfügung.
Tag 5
Montag: Sandra und Robert entdecken eine interessante Felsformationen
(mehrere Schuppen) auf 33 m.
Florian und Jürgen setzen auf 23 m einen Spit für eine Messbasis. Sie erkunden
die Höhlenformation auf 8 m und 5 m genauer.
Martin nimmt sich erneut den „Fingerling“ vor, war leider erfolglos weil die
Sicht
durch die vorherigen Tauchgänge auf null geschrumpft ist.
Andy: Rettungsseilstrecke wird eingebaut und mit Tragebegeleiter getestet.
Weiters werden wieder Wasserproben genommen.
Tag 6
Dienstag: Florian und Jürgen vermessen ab 30 m aufwärts die Höhle
(Dreiecksmessung). Martin untersucht zeitgleich den Seitengang auf 28 m der
sich als Felsschuppe und daher als Blindgang (6m) entpuppt. Eine
Gesteinsprobe wird entnommen.
Wolfgang sorgt für Nachschub von Atemgas - wieder mal ein ganzer Tag beim
Kompressor.
Nette Klammbesucher unterstützen uns beim Flaschentransport ins Tal.
Tag 7
Mittwoch: Durchführung des geplanten Trimix-Tiefenvorstoßes von Martin und
Robert. Auf 70 Meter Tiefe geht die Höhle in ein waagrechtes Profil über,
allerdings keine Decke erkennbar - Verlegung einer Fixleine bis zum geplanten
Umkehrpunkt, eventuell wieder ansteigender Gang im weiteren Verlauf.
Jürgen und Sandra fixieren anschließend Maßbänder auf den beiden Fixseilen
zwischen 38 und 33 Meter für weitere Vermessungsarbeiten.
Die Wasserlochschenke sponsert dankenswerterweise unsere tägliche "Futter-
Ration" am Berg.
Tag 8
Donnerstag: Weiterer Trimix-Vermessungstauchgang wird von Martin und
Florian durchgeführt. Tiefe 55 Meter - Deckenprofil erforscht (auf ca. 41 m);
somit ergibt sich ein gangähnliches Profil, das sich nach unten fortsetzt. O-Ton
zum Tauchgang des Tages: "SNAFU" (situation normal, all fucked up....)
Tag 9
Freitag: Fototauchgang - Blümchenmodell Jürgen flott voran, Florian als
Hebeballon über Wolfgang hinterher. Allgemein vergnügtes Tummeln vor der
Linse mit Laserschwert und Autostabilisationspilot.
Anschließender Vermessungstauchgang von Flo und Jürgen, Dokumentation der
Höhlenlängs- und querachsen von 40 Meter aufwärts in 5m-Horizonten. Sicht
aufgrund des vorausgegangen Fototauchganges bescheiden.
Als 3. Tauchgang des Tages versucht Martin mit Naßtauchanzug und kleinem
Gerät den "Fingerling" auf 16 m erneut zu erforschen. Unter den wachsamen
Augen von Wolfgang muß er aber feststellen, daß der ansteigende schmale
Gang auch so nicht bezwingbar ist (egal wie sehr man vor Kälte zittert).
Tag 10
Samstag: Aufgrund des starken Regens sind unsere 2 Taucher, die einen
weitern Tiefenvorstoß planen, so sehr ausgekühlt, dass sie den Tauchgang nicht
beginnen können. Es wird "nur" Material ins Tal gebracht.
Tag 11
Sonntag: Florian und Martin (Jürgen Sicherungstaucher) stoßen bis zum Grund
der Höhle (auf 70m) vor und erkennen bereits ein Ansteigen des Höhlenprofils
(bis 55m betaucht).
Das anwesende Filmteam dreht spektakuläre Aufnahmen von Jürgen und
Wolfgang, da der Wasserstand so hoch wie selten zuvor war.
Dies kann jedoch nur unter sehr aufwändigen Sicherungsmaßnahmen unseres
Teams bewerkstelligt werden.
Viele Helfer beteiligen sich am Abtransport unserer Ausrüstung.
Tag 12
Montag: Ausbau der gesamten Sicherheitseinbauten und Seilstrecken.
Abtransport des Materials ins Tal.
Wasserloch, wir kommen wieder !
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