Kurzchronik, 15.-24. August 2003
1. Tag
2. Tag
3. Tag
4. Tag
5. Tag
6. Tag
7. Tag
8. Tag
9. Tag
10. Tag
1. Tag
26 Leute tragen 750 kg Material auf den Berg; manche bis zu
3 Mal; es ist heiß: Andi und Stefan bauen das Fangnetz,
Halteseile und Sicherungseinbauten ein. Der Kran und die
Seilwinde werden aufgebaut und rückversichert.
2. Tag
Heute sind es nur noch 10 Teilnehmer. Montage der
Umlenkseile und restliches Material zur Hütte getragen. Am
späten Nachmittag Einbau einer Permanentleine unter
Wasser. Zusammenbruch der Funkverbindung; von nun an
"Winchkommandos" mit lauter Stimme. Seilaufstieg der
Taucher und der Sicherungsmannschaft, anschließend
Abstieg ins Tal in der Dunkelheit. Ankunft im Tal gegen
22.30 Uhr. Erste Filmaufnahmen außerhalb der Höhle.
3. Tag
Der erste Taucher ist krank aufgrund körperlicher
Überanstrengung. Wenig Schüttung, Umziehen in der Höhle
relativ problemlos. Materialtransport spielt sich ein und
funktioniert auch ohne Funkgerät relativ problemlos. Erster
Erkundungstauchgang durch Robert und Sandra Kriz: Sicht
1,5 Meter, Wassertemperatur 5 Grad. Abtauchen in einem
weiträumigen Kluftspalt entlang dem südlichen Kluftende.
Die anderen Wände sind nicht erkennbar, zum Teil
überhängend und phasenweise ohne Wandkontakt im
tiefschwarzen endlos wirkendem Raum. Auf 28 Meter Tiefe
Vorstoß entlang einer Längswand, 25 - 30 Meter bei Null
Sicht ohne dass ein Ende erreicht wurde. Starker Regenfall am
Abend.
4. Tag
Geplant war ein Tauchgang von Sandra Kriz und Martin
Gösku zur Erforschung der Kluftausdehnung. Während des
Abseilens und Anlegens der Tauchausrüstung steigt die
Schüttung um das 20-fache an, weshalb der Tauchversuch
abgebrochen werden muss. Statt dessen Materialtransport
der für die nächsten Tage benötigten Flaschen. Abends
wieder Regen.
5. Tag
Geplanter Tauchgang vom Vortag wird von Sandra Kriz und
Martin Göksu durchgeführt. Vermessungsrunden auf 12 und
17 m. Es wird ein vielversprechender Seitengang oder
Raumerweiterung in 18 Meter Tiefe gefunden. Eine fixe
Permanentleine wird bis 33 Meter Tiefe verlegt. Diesmal
Schüttung unverändert trotz Regenfall am Vorabend
(Überlauf?).
6. Tag
Erfolgreicher Vorstoß in die Tiefe von Robert Kriz und Martin
Göksu. Die Permanentleine wird bis 38 Meter fix verankert,
eine Führungsleine bis 60 Meter unter Verwendung eines
Helium-Sauerstoff-Stickstoffgemisches (Trimix). Dies minimiert
den narkotischen Effekt des Stickstoffs und den toxischen Einfluss
von Sauerstoff in der Tiefe und erlaubt größere Tauchtiefen als
Pressluft. Verwendung eines sauerstoffangereicherten Gemisches
zur Dekompression. Der
Grund des Siphons wird nicht erreicht.
7. Tag
Martin Göksu und Gustav Seywald vermessen die Höhle unter
Wasser bis 17 Meter und erforschen die Raumerweiterung,
die sich als Quergang mit 16 m Länge entpuppt. Leider endet
er ohne Aufstiegmöglichkeit. Gewitter beim Abstieg, 2
Taucher verletzen sich durch Stürze auf der glatten
Steiganlage.
8. Tag
Ein weiterer Tiefenvorstoß auf 80 Meter mit 2 verschiedenen
Heliumgemischen ist geplant, fällt aber technischen
Schwierigkeiten beim Materialtransport und der wieder
plötzlich ansteigenden Schüttung zum Opfer. Beim
Materialtransport bricht der Kranausleger. Der Korb wird in
der Wand gesichert und zur Bergung am nächsten Tag
vorbereitet.
9. Tag
Bergung von Materialkorb und Kranausleger, Abbau und
Abtransport der Einbauten und Abtransport ins Tal. Sandra
verletzt sich den Knöchel.
10. Tag
Abtransport des restlichen Materials und Abseilen von der
Hängebrücke (als letzte Show-Einlage...)
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