Das Palfauer Wasserloch
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Allgemeines
Das Wasserloch steht als Naturdenkmal unter besonderem Schutz
- aus diesem Grund ist dort Tauchen, Klettern und Canyoning verboten.
Die Österreichischen Bundesforste erteilten uns dankenswerterweise
die Befahrungserlaubnis.
Der Quelltopf entspringt weit oben am Berg, 300 Höhenmeter oberhalb
des Salzatales, dem der Höhlenbach in einer atemberaubenden Klamm
über 5 große Wasserfälle zufließt. Der Höhleneingang liegt in einem
30 Meter tiefen Canyon, der nur senkrecht über Seile im brüchigen Fels
erreichbar ist - die letzten 15 Meter vom Zenit des Eingangsportales frei hängend.
Die Quellhöhle wurde schon mehrmals, vor allem von Matz und Seebacher,
bis
42 Meter Tiefe betaucht. Woher das Wasser kommt und warum die Schüttung
witterungsunabhängig stark schwankt konnte bislang nicht geklärt werden.
Vorbereitung und Transport
Dem tatsächlichen Forschen im Wasserloch gingen 6 Monate der Vorbereitung
voran. Zu Beginn des Projekts wurden 750 kg Ausrüstung den Berg hinauf
geschafft, im Laufe der 7 Tauchtage noch einmal 600 kg. Am ersten Tag konnten
wir
auf die Unterstützung von 26 Helfern zurückgreifen, die bis zu dreimal
hintereinander den Berg mit bis zu 35 kg Rückgepäck hinaufstiegen. An den
folgenden Tagen waren es in Summe zwischen 8 und 12 Teilnehmern.
Um die Tauchausrüstung in den Canyon zu bringen, wurden ein drehbarer
Kranausleger und eine Handwinde im brüchigen Fels verankert und rückversichert.
Über einen Förderkorb konnte dadurch die Tauchausrüstung der jeweils 2
Forschungstaucher und des Sicherungstauchers zum Höhleneingang gebracht werden,
von
Umlenkseilen und Zugleinen um die Felsvorsprünge dirigiert.
Die Taucher und Helfer mussten über ein Fixseil ab- und aufsteigen. Da der erste
Wasserfall direkt beim Höhleneingangsportal beginnt, wurden Halteseil,
Befestigungsmöglichkeiten und ein Fangnetz für ausgleitende Höhlenforscher und
Material installiert, das sich mehrmals täglich bewährte.