Die Tauchgänge


Als schwierig erwies sich die Schüttung des
Quelltopfes, die sich ohne Vorwarnung und ohne
Witterungseinfluss innerhalb einer Stunde

verzwanzigfachen konnte. Auf diese Weise
mussten an 2 Tagen geplante Tauchgänge
abgebrochen werden.


Die Sichtverhältnisse schwankten zwischen 1,5
und 2,5 Meter - wenn das an den Wänden und der
Decke abgelagerte Sediment von den Luftblasen
aufgewirbelt wurde, auch deutlich darunter. Die
Wassertemperatur betrug konstant 5 Grad Celsius.
Die Tauchgänge wurden deshalb kurz, maximal
auf 70 Minuten angesetzt.


Es gelang uns, die Höhle bis auf 60 Meter zu
betauchen, wobei ein tieferer Vorstoß bis maximal
80 Meter dem ansteigenden Wasser zum Opfer
fiel. Die Tiefenvorstöße wurden mit Helium-
Stickstoff-Sauerstoffgemischen (Trimix)
durchgeführt. Nitrox und Reinsauerstoff wurden
verwendet, um die notwendigen
Dekompressionszeiten angesichts der geringen
Wassertemperatur kurz zu halten.


Bei Tauchgängen und Vermessung konnten die
Ausdehnungen der Höhle bis auf 20 Meter
erforscht werden. Die Höhle folgt senkrecht einem
weiträumigen Kluftspalt in Nord-Südausrichtung
und weitet sich darunter in noch unerforschtem
Ausmaß in einen tiefschwarzen endlos wirkenden
Raum. In 30 Meter Tiefe folgt eine Geröllhalde und
setzt sich ab 45 Meter in einer 4-5 Meter breiten
Rinne bis weit unter 60 Meter fort.


Der Zufluss muss unter 60 Meter oder im noch
nicht vermessenen Teil, tiefer als 20 Meter liegen.
Wasserproben und Messungen der Leitfähigkeit
zur Bestimmung des Alters des Wassers brachten
keinerlei Rückschlüsse auf die Herkunft.




Erschwernisse und Zwischenfälle

Ausfall der Funkverbindung in den Canyon am 2.
Projekttag

Bruch und Bergung des Kranauslegers am letzten
Tauchtag

Leichte Verletzungen von 3 Teilnehmern durch Stürze
auf der regennassen Steiganlage